Trockner

Trockner versus Wäscheständer – was ist besser?


Bei kaum einem Haushaltsgroßgerät gehen die Meinungen weiter auseinander als beim Wäschetrockner. Für die einen ist der Trockner eine große Erleichterung und der Wäscheständer ein Schimmelmagnet und Platzverschwender. Für die anderen ist der Trockner ein unnützer Stromfresser und das natürliche Trocknen das einzig Wahre. Wir haben beide Methoden genau miteinander verglichen und stellen Ihnen die Stärken und Schwächen von Trockner, Wäscheleine und Wäscheständer vor.

Natürliches Trocknen auf Leine oder Wäscheständer

Wer die Wäsche draußen auf der Leine oder Wäschespinne trocknen kann, hat bei warmen Temperaturen und trockenem Wetter die schonendste, preisgünstigste, umweltschonendste und auch wohlriechendste Art des Wäschetrocknens. Sie ist aber auch mit einem nicht unerheblichen Arbeitsaufwand verbunden und völlig wetterabhängig. Außerdem kommen Wäschestücke wie Handtücher nicht so flauschig und T-Shirts und Hemden mit Falten von der Leine und müssen gegebenenfalls noch gebügelt werden. Farbige Wäsche sollte auch immer auf links gezogen aufgehängt werden, da direkte Sonneneinstrahlung sie ausbleicht. Ein weiterer Grund, warum zusätzlich Trockner oder Wäscheständer sinnvoll sind, ist Ihre Privatsphäre – schließlich möchten Sie Ihre Unterwäsche sicher nicht so gerne den Blicken der Nachbarn und Passanten preisgeben.



Viele Häuser und Wohnanlagen verfügen über einen Trockenboden, an dem es viele Wäscheleinen gibt und der auch bei Regen nutzbar ist – auch wenn die Trocknung dann länger dauert. Freilich riecht es dort nicht so frisch und Sie müssen den Platz mit anderen teilen (Fremdsockengefahr) – aber dafür brauchen Sie nur dann auf das natürliche Trocknen verzichten, wenn es zu kalt ist.



Wer in der Wohnung trocknet, hat die Vorteile des für die Wäsche besonders schonenden Trocknens und zudem wenig Platzbedarf. Aber dem stehen einige Nachteile gegenüber: Auf einem Wäscheständer gibt es in der Regel nicht viel Platz für große Wäschestücke. Vollständig ausgeklappt nimmt der Ständer selbst allerdings meistens viel Raum ein – was das Heim unordentlich und zugestellt wirken lässt, wenn kein separater Hauswirtschaftsraum existiert. Zwar hat man auch bei dieser Variante keine Stromkosten, aber nur im Sommer beziehungsweise bei warmen Außentemperaturen kommen wirklich keine Kosten hinzu. Denn nur, wenn Sie regelmäßig lüften, können Sie eine Schimmelbildung durch zu hohe Luftfeuchtigkeit verhindern. Im Winter bedeutet das erhöhte Heizkosten oder einen Luftentfeuchter, den Sie parallel zum Wäscheständer einsetzen sollten.



Die größten Vorteile des Trocknens auf Wäscheständer und Leine:


  • günstig in der Anschaffung
  • keine Unterhaltungskosten
  • keine Betriebsgeräusche
  • umweltschonend
  • kann platzsparend verstaut werden
  • schonender als ein Trockner
  • auf dem Trockenboden auch bei Regen nutzbar

Die Nachteile des natürlichen Trocknens:


  • draußen völlig wetterabhängig
  • benötigt mehr Platz beim Trocknen
  • Wohnung wirkt unordentlich
  • weniger Platz für Wäsche als im Trockner
  • arbeitsaufwendiger
  • Wäsche ist härter
  • zeitintensiv
  • begünstigt Schimmelbildung in der Wohnung
  • Stoßlüften im Winter erhöht die Heizkosten
  • Kleidung ist knittriger
  • oftmals muffiger Geruch nach Aufhängen auf dem Trockenboden
  • UV-Strahlung bei der Trocknung im Garten bleicht die Wäsche aus

Trocknen in der Maschine

Elektrische Trockner sind die schnellste Methode, um schrankfertige Wäsche zu bekommen. Sie trocknen gründlich und knitterfrei und sorgen für einen angenehmen Duft, wenn die Wäsche gleich entnommen wird. Zudem wird die Wäsche kuschelweich – besonders Handtücher. Gegen Trockner sprechen der hohe Strombedarf, der nötige Stellplatz, wenn Sie das Gerät nicht auf Ihre Waschmaschine stellen können oder über ein Wasch-Trocken-Kombigerät verfügen – sowie der Abrieb des Stoffs. Zudem sind Trockner für Strickwaren, synthetische Stoffe, Polsterungen und für beschichtete Kleidungsstücke ungeeignet. Andere Kleidungsstücke können beim Trocknen einlaufen, weswegen viele Hersteller empfehlen, eine Größe größer zu kaufen. Im Zweifel sehen Sie vor der Trocknung auf das Etikett mit den Pflegehinweisen und nutzen den Trockner nur, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist. Auch Ihre Lieblingsstücke sollten Sie lieber nicht im Trockner trocknen, da mit jedem Trockengang ein minimaler Faserabrieb einhergeht. Dabei handelt es sich zwar nur um einen minimalen Prozentsatz, aber an der Leine bleiben Ihnen die Kleidungsstücke länger erhalten.



Es gibt grundsätzlich drei Trocknerbauarten:



Der Ablufttrockner ist die älteste und auch unwirtschaftlichste Variante. Er gibt die mit Feuchtigkeit angereicherte heiße Luft durch einen Schlauch nach draußen ab. Dieser elektrische Wäschetrockner ist in der Anschaffung von allen Trocknern am günstigsten, verbraucht aber zusammen mit dem Kondensationstrockner ohne Wärmepumpe am meisten Strom. Hinzu kommt, dass man entweder ein beim Betrieb geöffnetes Fenster oder einen Mauerdurchbruch braucht, um den Schlauch nach draußen zu legen. Bei einem Ausgang durchs Fenster ist dieses schnell verschmutzt, im Winter geht Wärme verloren und Sie haben zusätzlich noch erhöhte Heizkosten.



Der Kondensationstrockner ohne Wärmepumpe trocknet am schnellsten und ist in der Anschaffung günstiger als ein Wärmepumpentrockner. Die Luft verbleibt im Trockner und befindet sich somit in einem geschlossenen Kreislauf. Die kalte Luft wird erhitzt, nimmt so mehr Feuchtigkeit auf und leitet die verdunstete Feuchtigkeit in einen Kondensationsbehälter – daher der Name. Das so im Behälter aufgefangene Wasser muss regelmäßig entsorgt werden, damit der Trockner arbeiten kann. Er ist in der Anschaffung teurer als der Ablufttrockner, verbraucht aber fast genauso viel Strom.



Mit einem Wärmepumpentrockner haben Sie den umweltfreundlichsten, sparsamsten und schonendsten elektrischen Trockner. Er kommt mit weniger als der Hälfte des Stroms aus, den die anderen beiden Trocknerarten verbrauchen. Es handelt sich dabei technisch um einen Kondensationstrockner, der zusätzlich über eine Wärmepumpe verfügt. Der Trockner erhitzt den Luftstrom und kühlt ihn wieder ab. Dadurch geht keine Energie verloren und es wird weniger Hitze als bei den anderen Modellen gebraucht. So wird die Wäsche besser geschont. Hier muss zwar kein Auffangbehälter entleert werden, aber das Flusensieb und der Wärmepumpenfilter müssen regelmäßig gereinigt werden, um volle Funktionstüchtigkeit zu garantieren.



Stromsparen mit dem Trockner



Ganz ohne Strom geht es nur beim natürlichen Trocknen. Um aber auch beim Trocknereinsatz – egal mit welcher Variante – Strom zu sparen, sollten Sie zunächst ein Auge auf die Energieeffizienzklasse haben. Diese sollte mindestens „A“ lauten, damit Sie bei der Stromendabrechnung keine böse Überraschung erleben. Wenn die Wäsche vorher in der Waschmaschine gut geschleudert wurde, können Sie eine kürzere Betriebszeit wählen, da nicht mehr so viel Feuchtigkeit im Stoff enthalten ist. Es empfiehlt sich ohnehin, zunächst eine kurze Laufzeit zu wählen und gegebenenfalls noch einmal etwas nachtrocknen zu lassen, da ein Übertrocknen zum Einlaufen führen kann.



Tipps: Ein trockenes Handtuch mit in den Trockner gelegt, beschleunigt den Trockenvorgang etwas. Ein spezieller Trocknerball verhindert das Verklumpen von Daunen und anderen Füllungen.



Vorteile des Trockners:


  • sehr schnelle Trocknung
  • schafft viel Wäsche in kurzer Zeit
  • keine Schimmelbildung im Wohnraum
  • duftende Wäsche
  • wetterunabhängig
  • flauschige Frotteewaren
  • Wäsche kann aufgefrischt werden
  • schrankfertige Wäsche ohne Bügeln

Nachteile des Trockners:


  • teuer in der Anschaffung
  • Wäsche kann einlaufen
  • Geräuschentwicklung
  • minimaler Faserverlust bei jedem Trockenvorgang
  • erhöhte Stromkosten
  • Platzbedarf (je nach Modell)
  • ungeeignet für empfindliche Materialien

Was ist also die beste Art zu trocknen?

Bei warmen Temperaturen und trockenem Wetter gibt es nichts Umweltfreundlicheres und Schonenderes als das natürliche Trocknen im Garten auf der Wäschespinne, der Leine oder dem Trockenboden. Leider haben wir nicht immer optimale Wetterbedingungen und das Trocknen in der Wohnung auf dem Ständer ist keine gute Alternative. Außerdem riskieren Sie dabei Schimmelbildung. Der Trockner ist immer dann das Mittel der Wahl, wenn es schnell gehen muss, knitterfrei und flauschig werden soll sowie bei kalten Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Hierbei sollten Sie lieber auf die energiesparsamen Wärmepumpentrockner setzen, da sich die höhere Investition schon nach einigen Jahren über die gesparten Stromkosten gegenüber den anderen Modellen rentiert. Für empfindliche Stoffe ist der Trockner allerdings ungeeignet, was einen kombinierten Einsatz von Wäscheständer und Trockner zum Idealzustand macht.



  • Bauknecht TR Trend 72A2 DI Wärmepumpentrockner PremiumCare, A++

    719,00 €
    449,00 €
        
    -37% Ausverkauft
  • Bauknecht TK Prime 75A2 DI Wärmepumpentrockner, A++

    719,00 €
    449,00 €
        
    -37% Ausverkauft
  • Bosch WTH 832KA Wärmepumpentrockner, A++

    829,00 €
    549,00 €
        
    -33% Ausverkauft
  • Siemens WT44W5V5, Wärmepumpentrockner, A++

    1.069,00 €
    549,00 €
        
    -48% Ausverkauft
  • AEG Lavatherm T8DBA3 Wärmepumpentrockner, A

    899,00 €
    699,00 €
        
    -22% Ausverkauft
  • Miele TDB 130 WP Wärmepumpentrockner, A++

    955,00 €
    899,00 €
        
    Ausverkauft
  • Ausverkauft
  • Bosch WTG 86400 Luftkondensationstrockner, B, weiß

    529,00 €
    449,00 €
        
    -15% Ausverkauft
  • AEG Lavatherm T8DE76684, Wärmepumpentrockner, A+++

    949,00 €
    799,00 €
        
    -15% Ausverkauft