Naturkosmetik
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Naturkosmetik-Siegel – Welche gibt es & wofür stehen sie?




Naturkosmetik – was ist das eigentlich?

75 Prozent der deutschen Frauen ist es wichtig, Kosmetik zu verwenden, die ohne Tierversuche produziert wird. Über die Hälfte schwören mittlerweile auf Naturkosmetik. Kein Wunder, denn die natürlichen Produkte bestehen nicht nur aus organischen Rohstoffen und sind schonender für die Umwelt, sondern verjüngen, schützen und bringen die Haut in Balance. Naturkosmetik bietet sanft- natürliche Pflege für jedes Alter und dient zur Anregung und Unterstützung natürlicher Hautfunktionen. 



Beliebte Inhaltsstoffe in der Naturkosmetik

Erlaubt sind bei Naturkosmetik nur Stoffe pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs. Synthetisches darf bei Naturkosmetik nicht in Tube und Cremetopf.

Beliebte Rohstoffe in der Naturkosmetik sind:

  • Öle natürlicher Herkunft wie Olivenöl, Kokosöl, Avocado- und Mandelöl
  • Feste Fette wie Kakao- und Sheabutter
  • Wachse für Härte und Konsistenz wie Bienen- oder Beerenwachs
  • Blüten wie Rose, Jasmin, Orange und Lavendel
  • Flüssigkeiten wie Wasser, Blütenwässer und Aloe-Vera-Saft

Da Naturkosmetik kein geschützter Begriff ist, gibt es auch keine offizielle Definition von „Natürlichkeit“ in der Kosmetik. Um den Begriff mehr zu standardisieren und zu vereinheitlichen, haben sich verschiedene Hersteller zu Verbänden zusammengeschlossen. Die daraus entstandenen Naturkosmetik-Labels bewerten Produkte nach unterschiedlichen Kriterien und teilen sie in klassische, naturnahe Kosmetik und Naturkosmetik ein. Anschließend werden je nach Inhaltsstoffen und Qualität Gütesiegel vergeben. Die verschiedenen Gütesiegel unterscheiden sich in ihren Kriterien. Allerdings gibt es einige feste Regeln, die in keiner Naturkosmetik erlaubt sind.

„Wir müssen leider draußen bleiben“ – Grenzen und Verbote in der Naturkosmetik

  • Gentechnik – weder in Rohstoffen noch in der Herstellung (beispielsweise mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen)
  • Stark limitierter Einsatz von synthetischen Inhaltsstoffen (Hilfsstoffe, Wirkstoffe und Lichtschutzfilter)
  • Keine synthetischen Fette, Öle, Wachse oder Silikone
  • Keine Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis
  • Keine aromatischen Amine (Farbstoffe), Ethanolamine und Ethanol-Derivate
  • Keine Konservierungsstoffe wie Glutaraldehyd, Formaldehyd, Formaldehydaspalter

Darauf können Sie sich verlassen – die bekanntesten Naturkosmetik-Siegel

Einige Gütesiegel sind bekannt für ihre strengen Richtlinien und garantieren eine erstklassige Bioqualität. Diesen Siegeln können Sie vertrauen:


1. BDIH – Kontrollierte Naturkosmetik

BDIH ist der Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel. Im Bereich Naturkosmetik arbeitet der BDIH seit Jahren mit europäischen Naturkosmetikverbänden zusammen. 2008 wurde erstmals gemeinsam eine Harmonisierung der unterschiedlichen nationalen Standards für Natur- und Biokosmetik erzielt.


Um die Kennzeichnung zu erhalten, müssen die Produkte reine Naturkosmetik sein: Sie müssen zu mindestens 95 % aus organisch produzierten Inhaltsstoffen bestehen. Die Produkte, die das Prüfzeichen „kontrollierte Naturkosmetik“ enthalten, verwenden natürliche Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Fette und Wachse, Kräuter und Blütenwässer oder Aromen und ätherische Öle. Diese stammen aus kontrolliert biologischem Anbau oder Wildsammlung. Zusätzlich wird auf die ökologische Verträglichkeit, also auf umwelt- und ressourcenschonende Herstellungsverfahren eines Produktes, geachtet.

Die Richtlinien des BDIH finden Sie hier.


2. NaTrue

NaTrue ist eine Interessensgemeinschaft, die seit Mai 2008 einen verbindlichen Katalog an Natur- und Biokosmetika besitzt. NaTrue hat drei Qualitätsstufen – pro Stufe wird ein Stern vergeben. Für jede Stufe ist der Mindestgehalt an Rohstoffen, die Höchstgehalte an naturnahen Rohstoffen und der Bio-Anteil exakt geregelt:
 

  • Ein Stern – Naturkosmetik: alle strengen Grundanforderungen an natürliche Inhaltsstoffe
  • Zwei Sterne – Naturkosmetik mit Bioanteil: Naturkosmetik mit 70 % aus biologischer Erzeugung und/oder kontrollierter Wildsammlung
  • Drei Sterne – Biokosmetik: mindestens 95 % der Rohstoffe stammen aus kontrollierter biologischer Erzeugung

Hier erhalten Sie mehr Informationen.


3. Ecocert

Ecocert war die erste Zertifizierungsstelle, die einen Standard für Natur- und Biokosmetik entwickelt hat. Mit Fachleuten aus der Kosmetikbranche, Verbrauchern und der führenden Industrie sowie Regierungsvertretern hat Ecocert 2002 einen Standard für Natur- und Biokosmetik entwickelt, der sich kontinuierlich am Fortschritt und den gesetzlichen Änderungen orientiert. Die wichtigsten Grundsätze der Ecocert Natur- und Biokosmetikzertifizierung bestehen darin, Inhaltstoffe aus erneuerbaren Ressourcen zu gewinnen und umweltschonend zu produzieren.  Der Verband hat sich in weltweit 80 Ländern etabliert und vergibt zwei verschiedene Siegel:


3.1. Label Naturkosmetik: Die Rezeptur besteht zu 50% aus pflanzlichen Inhaltstoffen und mindestens 5% der gesamten Inhaltsstoffe stammen aus ökologischem Anbau.

3.2. Label Biokosmetik: Die Rezeptur besteht zu 95% aus pflanzlichen Inhaltsstoffen in der Rezeptur und mindestens 10% der gesamten Inhaltsstoffe stammen aus ökologischem Anbau.

Entdecken Sie hier die Richtlinien von Ecocert.


4. EcoControl

Das EcoControl-Siegel ist eine unabhängige Zertifizierungsstelle für NaTrue, Demeter, BDIH oder den europäischen COSMOS-Standard. Die Labore testen die Produkte auf die vom Siegel jeweiligen bestimmten Vorschriften und ermöglichen es somit, die Richtlinien auch von außen zu überprüfen.

Seit 2013 wird auch das CSE-Nachhaltigkeitssiegel von EcoControl zertifiziert, welches zum einen die soziale und verantwortungsvolle Firmenführung auszeichnet und zum anderen die einzelnen Produkte.


5. Demeter

Der biologische Anbauverband Demeter wurde 1954 gegründet und ist den meisten bekannt aus der Lebensmittel- und Weinproduktion. Der Demeter-Verband vergibt die Siegel nach den gleichen (und sehr strengen) Richtlinien wie bei Lebensmitteln. Demeter-Kosmetik wird nur vergeben, wenn ein Produkt die namensgebende Zutat in Demeter-Qualität beinhaltet (zum Beispiel Demeter-Rosenöl). Tierversuche sind nicht erlaubt. Um das Demeter-Siegel zu bekommen, müssen über 90% der gesamten Zutaten Demeter-Qualität aufweisen.  Demeter ist bekannt für die Transparenz seiner Richtlinien, die hier eingesehen werden können.

 

 

 

 

 

Naturkosmetik – die TOP 7 der Inhaltsstoffe auf dem Prüfstand


Wenn es in der Kosmetik „Grün“ zugehen soll, erwartet man Schadstofffreiheit – man will sich schließlich etwas Gutes tun. Zu viele chemische Bestandteile in herkömmlichen Kosmetikprodukten hinterlassen ein ungutes Gefühl. Biokosmetik ermöglicht es, sich im Hinblick auf Umwelt und Tiere mit gutem Gewissen natürlich zu pflegen.



Natürliche und naturnahe Kosmetik? Alles Bio oder nicht?


Beide Varianten entstanden dadurch, dass der Begriff „Natur“ nicht gesetzlich geregelt ist. Gemeinsamkeiten der Kosmetika beider Gruppen sind, dass Tierversuche verboten sind und alle Bestandteile biologischen Ursprungs sein müssen. Es dürfen auch keine Umweltsünder wie Silikone oder Kunststoffpartikel aus Polyethylen, die gerne in Zahnpasta und Peelings verwendet werden, enthalten sein.



Während man sich in der Naturkosmetik auch zu mindestens 75 % an alle weiteren Vorgaben halten muss, um eins der begehrten Siegel zu bekommen, hört bei naturnaher Kosmetik hier meistens der Unterschied zu konventioneller Kosmetik schon auf.



Wir stellen Ihnen Biowirkstoffe vor, auf die Sie sich (wenn keine Allergie vorliegt) getrost verlassen können.



1. Aloe-Vera-Extrakt

Dieser wertvolle, natürliche Extrakt wird aus den Blättern der Aloe Pflanze gewonnen. Das spargelartige Grasbaumgewächs ist ein Hautschmeichler, der reich an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen ist.



Die Wirkungen der Aloe Vera:


  • Förderung der Zellregeneration
  • Sehr gute Hautverträglichkeit
  • Feuchtigkeitsspendend bis in die Hornschicht der Haut
  • Entzündungshemmend
  • Hautberuhigend

Tipp: Besonders für Menschen mit hochsensibler, trockener Haut ist dieser Inhaltsstoff in allen Pflegeprodukten angeraten.



2. Argan (Argania spinosa)

Das Öl des Arganbaumes, der zur Gruppe der Sapotengewächse gehört, wird aus seinen Früchten gewonnen und hat es wirklich in sich. Zu seinen vielen gesunden Bestandteilen, die zum Teil Tumoren entgegenwirken, gehören unter anderem viel Vitamin E, Linolsäure und antioxidantische Phytosterole. Arganöl ist sehr verträglich, zieht schnell ein und taucht in Verbindung mit trockenen Ölen – wie beispielsweise Rosenöl – in vielen Naturkosmetikprodukten auf.



Die Wirkungen des Arganöls:


  • Unterstützt eine Vielzahl von Hautfunktionen
  • Stimuliert das Zellwachstum und die Regeneration
  • Schützt vor oxydativen Prozessen
  • Desinfizierend und beruhigend
  • Rückfettend und glättend
  • Stärkt die Lipidbarriere der Hornschicht

Tipp: Aufgrund der zellstimulierenden Wirkung ist Arganöl ein effektiver Wirkstoff gegen vorzeitige Hautalterung und Erkrankungen. Das macht das Öl für reife Haut und bei Erkrankungen wie Akne und Dermatosen zum idealen Wirkstoff.



3. Grüner und weißer Tee

Dass grüner und weißer Tee als Getränk gesund sind, ist hinlänglich bekannt. In der natürlichen Kosmetik spielen diese Bio-Tees aber auch eine große Rolle. Ob in Shampoos für schnell fettende Haare und gereizte Kopfhaut oder in Cremes für Anti-Aging und bei Akne-Haut: Weiß- und Grüntee sind oft die Mittel der Wahl. Die Vielzahl an gesundheitsfördernden Wirkstoffen, zu denen unter anderem Gerbstoffe (Tannine), Flavonoide, Magnesium, Kupfer, Zink, Nickel und Catechine gehören, sprechen für sich.



Wirkungen des grünen und weißen Tees:


  • Antibakteriell und antientzündlich
  • Poren-verfeinernd
  • Beruhigend gegen Hautirritationen
  • Entfettend, ohne den Schutzfilm anzugreifen
  • Binden freie Radikale
  • hautstraffend

Tipp: Durch ihre antibakteriellen und entfettenden Wirkungen sind grüner und weißer Tee ideal bei fettiger Akne-Haut.



4. Jojoba (Simmondsia chinensis)

Der Jojobastrauch, der zur Gruppe der Hartlaubgewächse gehört, ist ein wahrer Quell an wichtigen Inhaltsstoffen wie Vitamin E. Die gebundenen Fettsäuren sind nicht wie bei anderen Ölen mit Glycerin, sondern mit Wachsester (Fettalkohol) verbunden. Wachsester sind dem natürlichen Hauttalg sehr ähnlich und so in der Lage, die Lipidschicht zu schützen, ohne sie zu versiegeln.



Die Wirkungen des Jojobaöls:


  • Glättet die Haut und polstert sie auf
  • Bewahrt die Hautfeuchtigkeit, ohne zu fetten
  • Bringt Feuchtigkeit tief ins Gewebe
  • Hält das Bindegewebe elastisch und wirkt so Dehnungsstreifen vor
  • Schützt vor Hitze und Kälte

Tipp: Jojobaöl ist für wirklich jeden Hauttyp geeignet und bewahrt die Haut besonders in der Schwangerschaft vor unschönen Rissen.



5. Mandel (Prunus dulcis)

Aus süßen Mandeln kalt gepresstes Mandelöl ist hautfreundlich, enthält Vitamine, ist hoch verträglich und daher für jede Hautart geeignet. Auch Mandelmilch ist voller wertvoller Wirkstoffe und häufig Bestandteil von Biokosmetik. Mandelextrakt schützt die Haut vor Witterungs- und Umwelteinflüssen. Der Mandelbaum gehört zu den Rosengewächsen und besitzt ein angenehm süßliches Aroma.



Die Wirkungen von Mandelöl und -milch:


  • Stärken die natürliche Schutzbarriere der Haut
  • Schützen die Haut vor dem Austrocknen
  • Glätten die Haut
  • Regulieren den Feuchtigkeitshaushalt der Haut
  • Wirken hautstraffend

Tipp: Durch seine rückfettende Wirkung ohne Belastung der Haut ist Mandelöl nicht nur für sensible, sondern auch für fettige Haut ein guter Wirkstoff in Reinigungslotionen.



6. Ringelblume (Calendula officinalis)

Wenn die Wirkung der Ringelblumenblüte in Form von Salben und Ölen in kosmetischen Produkten gefragt ist, geht es um ihre heilenden und reinigenden Fähigkeiten. Das Korbblütengewächs wird unter anderem auch Butterblume, Ringelrose oder Calendula genannt.



Die Wirkungen der Ringelblume:


  • Reguliert die Blutzirkulation
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Beruhigt gereizte Haut
  • Verbessert die Wundheilung
  • Heilungsfördernd auch bei Ekzemen
  • Antibakteriell

Tipp: Dieser Wirkstoff eignet sich besonders bei rissiger, verletzter oder Akne-Haut.



7. Rose (Rosaceae)

Von der Rose werden sowohl Öl, Wachs, Blütenextrakt als auch Rosenwasser in der Naturkosmetik verwendet. Neben dem unvergleichlichen Duft hat die Königin der Blumen viele Wirkungen, die die Haut schützen, pflegen und regenerieren.



Die Wirkungen der Rose:


  • Schützt die Haut vor dem Austrocknen
  • Regeneriert anspruchsvolle Haut
  • Glättet die Haut
  • Reinigend
  • Entzündungshemmend

Tipp: Bei atrophischer Haut, die vorzeitig Zeichen der Hautalterung zeigt, können Rosenextrakte sichtbare Verbesserungen bewirken.



Mit jedem Kosmetikprodukt – ob natürlich oder naturnah – entlasten Sie Ihre Haut von chemischen Zusätzen und tragen dazu bei, Umwelt und Tiere zu schützen.



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