Spielzeug

Das Holzspielzeug im Wandel der Zeit


Kein anderes Spielzeugmaterial ist so formbar, natürlich und dabei so robust und langlebig, dass es viele Generationen von Kindern überdauern und immer weitergegeben werden kann. Mit einem hochwertigen Holzspielzeug bekam man früher – und auch noch heute – etwas, das Bestand hat, die kindliche Entwicklung unterstützt und umweltschonend ist. Dabei ist Holzspielzeug keine Erfindung der Neuzeit, sondern so alt wie die Menschheit selbst.



Holzspielzeug bei den Feuersteins

In der frühen Steinzeit und noch tausende Jahre später ließen Puppen und Tierfiguren aus Holz oder auch Stein und Knochen Kinderherzen höherschlagen. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden sogar Holzrasseln für Babys und Pfeifen gefunden.



Die Antike im Holzspielzeugrausch

Ob im alten Ägypten, im Römischen Reich oder bei den alten Griechen – die Holzspielzeugkonstrukteure hatten vier grundsätzliche Spielzeugarten, die überall beliebt waren und den Spielzeugmachern zu Wohlstand verhalfen:


  • Holzwaffen wie Schwerter, Schilde, Bogen und Steinschleudern
  • Holzpuppen und Figuren – oftmals schon mit beweglichen Gelenken
  • Puppen- und Figurenzubehör wie Puppenhäuser, Möbelminiaturen, Streitwagen oder kleine Boote
  • Outdoor-Holzspielzeug wie Kreisel, Klappern, Spielsteine und Bauklötze

Bei reicheren Familien wurden schon damals Holzspielzeuge mit Ölen und Farben interessanter und langlebiger gemacht. Arme Familien konnten sich diesen Luxus zwar nicht leisten, konnten aber, mit etwas Geschick, Spielzeuge selbst schnitzen. Einige antike Holztiere konnten bereits auf Rädern und Rollen gezogen werden.



Mittelalterliche Geschlechterteilung auch beim Holzspielzeug

Die katholische Kirche sorgte im Mittelalter dafür, dass Jungen und Mädchen sich auch beim Spielen immer mehr voneinander unterschieden. Während bei Jungen das zu dieser Zeit erfundene Schaukelpferd und Holzwaffen sowie Miniaturritter und Pferde die Spielzeuge der Wahl waren, hatten die Mädchen Holzpuppen, deren Kleidung und Puppenhäuser zum Spielen, die – je nach sozialem Stand – oft kleine Kunstwerke waren. Brettspiele mit Holzfiguren und mittelalterliches Outdoorspielzeug wie Kreisel und Holzmurmeln (Kinder aus sehr reichem Hause hatten bereits damals Glasmurmeln) waren allerdings geschlechterübergreifend erlaubt. Das Spielzeug wurde teilweise filigraner als das der Antike – aber allzu große Unterschiede gab es noch nicht.



Die Industrialisierung des Spielzeugs

Mit der Industrialisierung wurde die Holzspielzeugindustrie zunächst in neue Höhen katapultiert. Durch die Konzentration von Holzspielzeugmachern und Spielzeugspezialisten um 1750 im Erzgebirge konnte ein florierender Handel aufgebaut und ausgeweitet werden. Es gab hauptsächlich die Holzspielzeuge, die bereits im Mittelalter und in der Antike beliebt gewesen waren. Aber auch Puppenwagen und Kinderinstrumente wurden immer beliebter – und die ersten pädagogischen Holzspielzeuge waren in Form von Sportspielzeug und Bauklötzen in Deutschland erhältlich, um Fantasie, räumliches Denken und körperliche Ertüchtigung zu fördern.



Vom Handgefertigten zur Massenproduktion

Mit Fortschreiten der Industrialisierung bekam das Holzspielzeug aber auch immer mehr Konkurrenz von anderen Materialien. Um 1820 kam zunächst aus kleinen Manufakturen handgefertigtes und um 1890 in Massenproduktion hergestelltes Blechspielzeug auf den Markt. Da sich nur reiche Familien dieses Spielzeug leisten konnten und es nicht für Babys und Kleinkinder geeignet war, blieb Holzspielzeug allerdings weiterhin beliebt. Und durch die ebenfalls maschinelle Herstellung wurde es auch für jedermann erschwinglich. Erst als Plastik in den 1960er Jahren zum Spielmaterial wurde und billigstes Spielzeug in rauen Massen den Markt überzog, war Holzspielzeug plötzlich „out“. Da Plastikspielzeug jedoch nicht so stabil und robust wie Holzspielzeug ist und es ein Jahrzehnt später eine Bewegung zurück zur Natur gab, konnte Holzspielzeug erneut sein Comeback feiern.



Bauklötze und Holzautos in jedem Kinderzimmer

Heute koexistieren Holz-, Kunststoff- und Metallspielzeuge mit Hightech-Spielen in den Kinderzimmern. Eltern von Kindern bis zu einem Alter von drei Jahren setzen allerdings immer noch in erster Linie auf das unkaputtbare Holzspielzeug wie Holzklötze, Eisenbahnen, Kaufladen oder Puppenwagen mit dem sie selbst, ihre Eltern und die Großeltern schon gespielt haben.



  • Goki Bausteine

    19,99 €
    9,99 €
        
    -50% Ausverkauft
  • Ausverkauft
  • Ausverkauft
  • Ausverkauft
  • Frühstückset aus Holz

    14,99 €
        
    Ausverkauft
  • Fisher-Price Thomas und seine Freunde - Holzeisenbahn Schnittige Emily

    15,99 €
    10,00 €
        
    -37% Ausverkauft
  • EH Color, Autorennbahn

    27,99 €
        
    Ausverkauft
  • Ausverkauft
  • Ausverkauft