Drohnenverordnung


Die Nutzung von Drohnen ist durch die vom Bundesverkehrsministerium herausgegebene "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" im April 2017 ganz neu geregelt worden. Neu ist im Wesentlichen der Wegfall einer Unterscheidung nach Gewicht der Drohne. Stattdessen gelten jetzt für alle Drohnen ab dem 1. Oktober 2017 – egal ob privat oder gewerblich – abhängig vom Gewicht einheitliche Regelungen.

 


1. Wiegt eine Drohne mehr als 0,25 Kilo besteht eine Kennzeichnungspflicht. Für den Besitzer bedeutet dies: Auf der Drohne muss eine Plakette mit Name und Anschrift des Eigentümers angebracht werden, die zum Beispiel in Fachgeschäften für Beschriftungen oder im Internet erhältlich ist. Alternativ genügt auch ein Aluminiumaufkleber aus dem Schreibwarenhandel. Die Plakette oder der Aufkleber muss feuerfest und dauerhaft mit dem Gerät verbunden sein.

2. Ist eine Drohne schwerer als zwei Kilogramm, braucht der Besitzer, sofern er nicht über eine gültige Pilotenlizenz verfügt, zusätzlich einen Kenntnisnachweis – einen „Drohnenführerschein". Den stellen Institutionen aus, die das Luftfahrt-Bundesamt dazu akkreditiert hat. Das Mindestalter für die Prüfung liegt bei 16 Jahre. Als Kinderspielzeug sind größere Drohnen daher zukünftig tabu.

3. Ab einem Startgewicht von 5 Kilo oder bei einem Betrieb bei Nacht benötigen die Piloten von Drohnen eine Aufstiegserlaubnis. Die zuständige Landesluftfahrtbehörde nimmt dazu Anträge entgegen.

Das gilt für Modellflugzeugfreunde: Wer seine Drohne ausschließlich auf Modellflugplätzen aufsteigen lässt, kann das auch weiterhin ohne Kenntnisnachweis bzw. Erlaubnis tun. Hier gilt lediglich die Pflicht zur Kennzeichnung mit Namen und Adresse.

Die schon nach alter Rechtslage bestehenden Flugverbotszonen wurden durch die neue Verordnung deutlich ausgeweitet. Aus naheliegenden Gründen ist der Betrieb in An- und Abflugbereichen von Flugplätzen verboten. Auch über Menschenansammlungen, Einsatzorte von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäuser, Industrieanlagen und Bundes- und Landesbehörden dürfen Drohnen nicht fliegen. Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen sind für die Fluggeräte ebenfalls verboten. Neu ist zudem erstmals eine klare Regelung im Hinblick auf Wohngrundstücke: Beträgt die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 Kilo oder kann die Drohne optische, akustische oder Funksignale übertragen oder aufzeichnen, ist der Überflug verboten, sofern keine Einwilligung des Eigentümers vorliegt.


Als PDF zum Download: Die neue Drohnenverordnung

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